Ergebnis für Würzberg des neuen „Nahverkehrsplan Odenwaldkreis 2025–2029“

Der Nahverkehrsplan 2025–2029 (NVP) des Odenwaldkreises wurde vom Kreistag am 24. August 2026 verabschiedet.
Offen ist weiterhin das Thema „Sicherheit der Schulkinder aus Würzberg“.
An den meisten Wochentagen müssen Kinder in den Schulbussen stehen, da zu wenig Sitzplätz zur Verfügung stehen. Auch bei Glätte und Schneefall. Da der Bus 2 Minuten vor der Öffnungszeit der Grundschule ankommen würde, fahren die Kinder erst den „Umweg“ über Erbach.

Beschreibung der Problematik

Seitens Ortsbeirat habe ich die Würzberger, insbesondere die Eltern, aufgerufen bei der Umfrage zum neuen NVP teilzunehmen und ihre Meinungen und Sorgen einzubringen:

Die Rückmeldungen wurden hierbei aufgenommen. Diese sind als Zusammenfassung in der Beschlussfassung und komplett im Anhang (siehe unten) zu lesen.


Ein erneuter Hinweis zur Schulbusproblematik meinerseits auf dem Blog des amtierenden Landrates wurde am darauf folgenden Tag gelöscht.
Leider erfolge eine persönliche zugesagte Rückmeldung seinerseits zur Problematik bislang nicht.


Ergebnis des Beschlusses

Die Verantwortung der Sicherheit der Kinder wird wieder auf Finanzierungsgründen auf das Fahrpersonal übertragen.

Den Forderungen der Eltern nach zusätzlichen oder größeren Bussen, insbesondere zur ersten Schulstunde, steht die Finanzierungsfrage gegenüber.

Somit ist die Sicherheit im Bus weniger eine Frage der Sitzplatzverfügbarkeit, sondern eher eine Frage des verantwortungsvollen Fahrpersonals.


Der Umweg über Erbach wird ebenfalls benannt:

„Im Vergleich mit dem eigenen Pkw werden die Distanzen und Fahrzeiten der Schulbusse öfter als unverhältnismäßig lange bewertet.“


Beschlussfassung Nahverkehrsplan 2025–2029 (NVP) des Odenwaldkreises

Beteiligungsverfahren – Bürger bzw. Fahrgäste
VII-2.1 Schülerverkehr Ab Seite 213 im NVP_Odenwald_2025-29_Beschlussfassung_03:

Der regionale Schwerpunkt zu Anliegen des Schülerverkehrs konzentriert sich auf die Regionen Unterzent und Mümlingtal mit lokalem Schwerpunkt in Würzberg, Lützelbach, Brombachtal, Michelstadt und Bad König. Dort ist die Situation in den Schulbussen sowie die allgemeine Anbindung der Schulen ein zentrales Anliegen vieler Eltern. Vor allem für Erstklässler wird von den Eltern die Situation im Bus bzgl. des Sitzplatzangebotes als schwierig wahrgenommen. Aus den Beteiligungen der Eltern geht das nachvollziehbare Bedenken um die Sicherheit ihrer Kinder hervor. Die Vorschriften zu den Höchstgeschwindigkeiten sehen in solchen Fällen jedoch max. 60 km/h im Überlandverkehr vor. Somit ist sowohl für die sitzenden wie auch die stehenden Kinder im Bus die nötige Sicherheit jederzeit gewährleistet. Im Vergleich mit dem eigenen Pkw werden die Distanzen und Fahrzeiten der Schulbusse öfter als unverhältnismäßig lange bewertet. Dies betrifft besonders Umsteigeverbindungen.

Den Forderungen der Eltern nach zusätzlichen oder größeren Bussen, insbesondere zur ersten Schulstunde, steht die Finanzierungsfrage gegenüber. Die Vorschläge zur Nutzung kleinere Busse in dichterem Takt sind nachvollziehbar, erfordern jedoch mehr Fahrpersonal und erzeugen somit ebenfalls höhere Kosten.

Insgesamt konzentrieren sich die Anliegen zum Schülerverkehr stark auf die Themen rund um Sitzplatzverfügbarkeit und Sicherheit. Es ist aber auch deutlich zu erkennen, dass auch die äußeren Umstände wie Witterung und Straßenverhältnisse durchaus mitgedacht werden. Das ist zu begrüßen, da nur so die Lage im Schülerverkehr objektiv bewertet werden kann. Die Rückmeldungen zum Schülerverkehr sind somit eine wertvolle Information, weil sie letztendlich auch die zentrale Rolle eines geschulten und umsichtigen Fahrpersonals betonen. Somit ist die Sicherheit im Bus weniger eine Frage der Sitzplatzverfügbarkeit, sondern eher eine Frage des verantwortungsvollen Fahrpersonals.


Anhang – Rückmeldungen zu Würzberg

NVP_Odenwald_2025-29_Beschlussfassung_Anlagen_02.pdf

Nr. 1

Die derzeitige Schulbussituation in Würzberg, gerade zur 1. Stunde ist wenig zufriedenstellend. Gerade zu gefährlich, wenn man bedenkt, dass zum Großteil Erstklässler auf der Fahrt von Würzberg nach Michelstadt (über Erbach) meist stehen müssen und das bei solchen Wetterverhältnissen wie aktuell. Damit alle Kinder einen Platz bekommen können, werden sie von den Eltern an die Haltestelle Römerburg gefahren, was morgens, täglich zu einem regelrechten Verkehrschaos führt.

Nr. 6

Leider hat der Würzberger Bus meistens Verspätung und somit ist der Bus nach Reichelsheim weg was bedeutet das man 2 Stunden warten muss. Und die Verbindung um 17 Uhr von Michelstadt nach Würzberg da fährt der Bus 5 Minuten zu früh heißt auch wieder 2 Stunden warten.

Nr. 13

Die Schulbusse sind völlig überfüllt von Würzberg nach Michelstadt. Es wäre schön, wenn auf so einer Strecke jedes Kind einen Platz finden würde.

Nr. 15

Ich wünsche mir weiterhin die Möglichkeit des Rufbusses. Ich benutze des Öfteren die Verbindung Erbach-Michelstadt nach Bullau-Eutergrund. Als Senior wäre der Fußweg von Bullau Eutergrund nach Bullau sehr schwierig. Auch die Verbindungen nach Eberbach, Gras Ellenbach, Würzberg und Weitengesäß nehme ich und meine Frau in Anspruch.

Nr. 20

Mehr verfügbare Schulbusse (Würzberg), mehr Busse, dafür kleiner?

Nr. 22

Ich wünsche mir, dass sich endlich etwas ändert mit dem Busverkehr Linie 40 Michelstadt/Würzberg. Die Kinder stehen regelmäßig in den Gängen egal bei welchem Wetter. Ich möchte nicht, dass meinen Kindern etwas passiert, da diese als letztes in den Bus morgen einsteigen und somit immer stehen müssen!!

Nr. 31

Meine Kinder fahren jeden Tag mit dem Bus zur Schule. Wir wohnen in Würzberg. Es wäre schön, wenn gerade zu der Frühbus Zeit wieder 2 Busse fahren würden damit die Kinder alle sitzen können und niemand stehen muss.

Nr. 33

Im Bus von Würzberg nach Michelstadt (morgens)ist es immer sehr überfüllt. Viele kleinere Kinder müssen deshalb auch stehen und es kam auch mal zu einem kleinen Unfall, wo sich ein paar Kinder verletzt haben.

Nr. 81

  1. Die Schulbussituation (1. Stunde) in Würzberg ist nicht akzeptabel. Es sind nicht ausreichend Sitzplätze für die Kinder vorhanden. Kinder müssen beinahe täglich stehen.
  2. Da die Betreuungszeit in der „Schule am Hollerbusch“ nicht ausreichen und die Kinder dort vor verschlossenem Tor stehen würden, wird der „überfüllte“ Bus zuerst durch Erbach gefahren. An der Sportparkschule steigen weitere Kinder zu. Nach 30 Min. kommen die Kinder dann an und werden immer wieder durch die zugestiegenen Kinder beim Aussteigen behindert. Wir reden von Erstklässlern.
  3. Dies ist bei winterlichen Bedingungen besonders gefährlich. In den Medien liest man aktuell vermehrt, auch von tödlichen Unfällen.

Nr. 82

  1. Ferienbeginn: Die Kinder haben zur 4. St. Unterrichtsende. Es fährt ein Bus von Mi- nach Würzberg, allerdings nicht an der Schule vorbei. Warum nicht?

Nr. 84

Schulbussystem in Würzberg ist nicht okay. Die Kinder fahren nicht sicher zur Schule, da nicht genügend Sitzplätze vorhanden sind.

Nr. 86

Ein besonderes Anliegen als Mutter ist mir die Busverbindung 40 morgens von Würzberg in die umliegenden Schulen. Die aktuelle Situation ist für die Kinder unzumutbar und zudem noch hochgefährlich! Viele Kinder müssen auf der langen, und zudem noch gefährlichen Strecke, stehen! Das ist eine absolute Unzumutbarkeit!

Nr. 87

Wir fahren unsere Kinder selbst morgens in die Schule, da wir es als zu gefährlich erachten, dass die Kinder in den Bus eingepfercht werden und viele Kinder gar keinen Sitzplatz haben. Nicht auszudenken, was mit den stehenden Kindern bei einer Vollbremsung oder Unfall passiert. In jedem Fahrzeug müssen die Kinder gesichert werden, in eigenen Sitzen, Sitzerhöhung und im Bus sollen sie stehen? Hier wäre es wünschenswert wie früher 2 Fahrzeuge einzusetzen, immerhin werden 4 Schulen angefahren, reicht ja auch ein 2. kleinerer Bus. Betrifft die Linie 40.Viele Eltern fahren die kleineren Kinder an die erste Haltestelle, damit sie einen Sitzplatz ergattern können. Hier geht es nicht um Bequemlichkeit, sondern um die Sicherheit der Kinder.

Nr. 90

Thema Schulbus in Würzberg: Es müssen täglich Kinder stehen. Das bedeutet ein sehr hohes Sicherheitsrisiko für die Kinder.
Da zu wenig Sitzplätze für die Kinder vorhanden sind, fahren Eltern Ihre Kinder hoch zur 1. Haltestelle Römerburg, damit Ihre Kinder einen Sitzplatz bekommen. Das erhöht das Sicherheitsrisiko auch zusätzlich noch an der Haltestelle. Diese Haltestelle ist einer Kurve, unübersichtlich, schlecht beleuchtet, ohne Bushäuschen und mit geringen Platzangebot direkt an der Straße. Diese Bushaltestelle wurde früher auch nur als Ausstiegstelle genutzt.
Lösung: 2 Busse zur 1. Schulstunde fahren lassen, oder einen größeren Bus fahren lassen mit mehr Sitzplätzen

Nr. 94

Mein Sohn nutzt überwiegend den öffentlichen Nahverkehr, um von Würzberg in die Schule nach Michelstadt zu kommen. Morgens ist es jedoch oft so, dass es keine Sitzplätze, gibt die Busfahrer sehr schnell fahren und sehr stark abbremsen um an der Bushaltestelle noch anhalten zu können das könnte man sicherlich noch optimieren ansonsten bin ich sehr zufrieden.

Nr. 95

Im Ortsteil Würzberg fahren morgens zu wenig Schulbusse. Oft müssen viele Schüler im Bus stehen. Was eine Gefahr definitiv darstellt. Letztes Jahr im Winter kam ein Schulbus an der Hollerbusch ins Rutschen oder auch dieses kam es an der Sportparkschule zu einem Verkehrsunfall. Einige SchülerInnen, die standen, kamen zu Fall bei diesem Unfall. Daher die Bitte stellen Sie mehr Schulbusse zur Verfügung, damit unsere Kinder alle einen Sitzplatz haben.

Nr. 97

Wieder einen zweiten Schulbus um 7.oo Uhr für Würzberg. Gerade in den vergangenen Wochen hat man wieder gesehen, wie viele Kinder um diese Uhrzeit im Bus stehen müssen, weil nicht ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stehen. Bei überfrierendem Regen und Schneefall (was in unserer Höhenlage im Winter oft vorkommt), sollten die Kinder alle einen Sitzplatz haben, um bei ruckartigen Bremsungen oder Unfällen so gut wie möglich geschützt zu werden.


Quellen

Anfrage Hydrantenschilder in Würzberg

Das Thema der teilweise stark verwitterten und kaum noch lesbaren Hydrantenschilder wird bereits seit Jahren bei jeder Bürgerversammlung kritisiert.
Mit der Anfrage liegt nun eine offizielle Antwort der Stadt vor.

Eine Erneuerung der Hydrantenschilder ist aufgrund der aktuellen Haushaltslage derzeit nicht vorgesehen. Allein in Würzberg müssten 70 Schilder erneuert werden – zu Kosten von rund 11.000 Euro. Für das gesamte Versorgungsgebiet mit rund 930 Hydranten nennt die Stadt Kosten von etwa 145.000 € für die Erneuerung der Hydrantenschilder inklusive Montage.

Eine digitale Hydrantenkarte wurde bereits erstellt und soll den Feuerwehren über die Einsatz-Tablets zur Verfügung gestellt werden.

Die vollständige Antwort der Stadt ist nachfolgend zu finden.

Bericht der Verwaltung zur 3. Stadtverordnetenversammlung am 15.09.2026

Inhalte zu Würzberg aus dem Bericht:

3.0.05 Neubau Feuerwehrhaus Würzberg

Derzeit läuft die Ausschreibung für die Planungsleistungen Architektur (LPH 1 bis 8). Die Vergabe erfolgt durch ein zweistufiges Vergabeverfahren. Phase 1 – Teilnahmewettbewerb – und Phase 2 – Angebotsphase. Die Phase 1 ist abgeschlossen. Es haben sich 4 Bieter beworben. Die Bewertung der Teilnahmeanträge gemäß einer Bewertungsmatrix hat stattgefunden und die Phase 2 wurde eingeleitet. Die Phase 2 endet am 18.09.2026, danach finden die Bieterpräsentationen statt.

3.1.02 Feuerwehrhäuser Steinbuch und Würzberg

Für die geplanten Neubauten der Feuerwehrhäuser in den Stadtteilen Steinbuch und Würzberg wurde mit den Eigentümern der ausgewählten Grundstücke eine notarielle Kaufoption auf fünf Jahre abgeschlossen. In dieser Zeit muss die Stadt das Planungsrecht für den Bau der neuen Feuerwehrhäuser schaffen. Für den Standort Würzberg kann noch in diesem Jahr die Kaufoption von Seiten der Stadt angenommen werden.

3.0.07 Sanierung Römerbad Würzberg

Ein Zuwendungsbescheid für die Sanierungsarbeiten am Sandsteinmauerwerk liegt dem Stadtbauamt trotz weiterer mehrfacher Nachfrage bei der Förderstelle weiterhin nicht vor. Aufgrund der aktuellen Auftragslage des Steinmetzbetriebes sowie der nun einsetzenden Witterungsverhältnisse muss davon ausgegangen werden, dass die Sanierung auch im Jahr 2026 nicht ausgeführt und die Fördermittel – falls ein Zuwendungsbescheid noch eintreffen sollte – folglich nicht in Anspruch genommen werden können.

3.0.15 Glasfaserarbeiten Würzberg, Rehbach, Weiten-Gesäß und Steinbach

Nach erfolgreichen Gesprächen mit den Anliegern der Straße „Im Eck“ konnten die Arbeiten dort fortgeführt werden.

3.1.04 Zukünftige Gebäudeverkäufe


Gemarkung Würzberg
Für den Verkauf des im Eigenbetrieb eingelegten Gebäudegrundstückes „Am Trieb 11“ hat die Volksbank Immobilien GmbH einen Maklerauftrag erhalten. Ein Käufer wurde gefunden, eine Vorlage über den Verkauf der Immobilie erfolgt demnächst.

3.1.05 Pacht-/ Gestattungsverträge


Ein Gestattungsvertrag über eine temporäre Nutzung städtischer Flächen in der Gemarkung Würzberg wurden abgeschlossen.

3.1.09 Friedhöfe der Stadt Michelstadt


Friedhof Würzberg
Um den neu gepflanzten Bestattungsbaum wurde ein Rundweg mit Hilfe ortsansässiger Vereine und dem EB Bauhof angelegt.

https://rim.ekom21.de/michelstadt/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZVVm0VmFJfHtmabhKPt-N1zVeo6MWmDmt8EhPqZYMcej/Bericht_der_Verwaltung_15.09.2026.pdf

Öffentliche Niederschrift – Bau-, Umwelt und Verkehrsausschuss, 3. Sitzung

08.09.2026 – Protokoll der Sitzung

Sitzung: Bau-, Umwelt und Verkehrsausschuss, 3. Sitzung
Termin: Mi, 26.08.2026 19:30 Uhr

https://rim.ekom21.de/michelstadt/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUoAGmqw3gWGRbw4HUrQ_Ds